Während der Schwangerschaft macht der Körper einige Veränderungen durch. Das führt oft zu Bauchschmerzen und anderen Beschwerden. Glücklicherweise gibt es einige Mittel, die gegen Bauchschmerzen während der neun Monate vor der Geburt helfen.

Von Mandelöl bis Massagen: Bauchschmerzen in der Schwangerschaft – was hilft, wenn der Bauch während der Schwangerschaft schmerzt.

Bauchschmerzen in der Schwangerschaft – wann zum Arzt?

Die einfache Faustregel:

Bei leichten & kurz andauernden Beschwerden sollten die Symptome in Ruhe beobachtet werden und beim nächsten Arztbesuch angesprochen werden. Bei stärkeren Beschwerden gilt: sofort zum Arzt.

Bauchschmerzen während der Schwangerschaft können die unterschiedlichsten Ursachen haben:

Ursachen für Bauchschmerzen während der Schwangerschaft:

  • Hormonelle Veränderungen
  • Muskelkontraktionen
  • Verstopfung
  • Vorwehen
  • Medizinische Komplikationen

Die Ursachen für Bauchschmerzen während der Schwangerschaft hängen oft auch mit dem jeweiligen Schwangerschaftstrimester zusammen:

Bauchschmerzen Schwangerschaft 1. Trimester

Treten während der Schwangerschaft Bauchschmerzen auf, liegen oft harmlose Ursachen wie hormonelle Veränderungen oder Muskelkontraktionen zugrunde.

Doch es kann auch ernste Ursache geben. Das Risiko für eine Fehlgeburt etwa, ist in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft (also innerhalb des 1. Trimesters) besonders groß. Schon leichte Beschwerden können gesundheitliche Komplikationen hervorrufen.

Andere Symptome wie das Ziehen im Unterleib sind nicht ungewöhnlich und sollten rasch von selbst wieder abklingen. Sie treten auf, wenn sich die Eizelle in der Gebärmutter einnistet.

Andere Frauen beschreiben diesen Vorgang als leichtes Ziepen. Während der ersten Schwangerschaftsmonate sollten auch andere Symptome berücksichtigt werden.

Bauchschmerzen, die nur auf einer Seite des Bauchs auftreten, deuten möglicherweise auf eine Eileiterschwangerschaft hin.

Verstopfung als Ursache

Manchmal sind Bauchschmerzen während der Schwangerschaft auch auf Verstopfung zurückzuführen. Für viele werdende Mütter wird die, durch das Hormon Progesteron bedingte Verstopfung, zum Problem.

Sexueller Kontakt als Ursache

Auch sexueller Kontakt während der Schwangerschaft ist oft die Ursache für Bauchschmerzen. Viele Frauen empfinden den Orgasmus nun als leichtes Schmerzempfinden. Gegen Sex während der Schwangerschaft ist dennoch nichts einzuwenden.

Ganz im Gegenteil: Sex hilft dabei, Stress abzubauen und kann zum Ende der Schwangerschaft hin dabei helfen, die Wehen einzuleiten.

Bauchschmerzen Schwangerschaft 2. Trimester

Im zweiten Trimester der Schwangerschaft kann es vor allem während 13. bis 23. Schwangerschaftswoche zu Beschwerden kommen – auch in Form von Bauchschmerzen.

Im 2. Trimester der Schwangerschaft ändert sich viel: die hormonellen Veränderungen führen nicht selten zu Begleiterscheinungen wie Übelkeit oder Bauchschmerzen. Außerdem produzieren die Brüste im 2. Trimester die erste Vormilch. Im ganzen Körper sammelt sich nun mehr Flüssigkeit an, denn schließlich müssen nun zwei Personen mit wichtigen Nährstoffen versorgt werden. Mit diesen Veränderungen kann ein Unwohlsein einhergehen, dass aber bald wieder abklingen sollte.

Ausreichend Entspannung und Ruhe lassen die Bauchschmerzen in dieser Phase der Schwangerschaft abklingen.

Was sonst noch helfen könnte:

  • Falls möglich, sollten die Arbeitsstunden pro Woche reduziert werden
  • Ebenfalls könnten Massage Abhilfe schaffen

Bauchschmerzen Schwangerschaft 3. Trimester

hormonelle und körperliche Veränderungen

Im dritten Trimester können bereits erste Wehen auftreten. Bauchschmerzen sind eine Begleiterscheinung der vorgeburtlichen Muskelkontraktionen und sollten dem Frauenarzt mitgeteilt werden. Es gilt, den Verlauf der Beschwerden gut zu beobachten und beim Eintreten der Wehen das Krankenhaus aufzusuchen.

Mit dem Babybauch wachsen auch die Mutterbänder; das sind Teile der Gebärmutter, die sich während der Schwangerschaft ausdehnen und dabei manchmal Bauchschmerzen hervorrufen.

mögliche Ursache: Übungswehen

Vorzeitige Wehen sind eine schmerzvolle Erfahrung. Treten sie allerdings in Form von Übungswehen auf, sind sie ein wichtiger Bestandteil der Schwangerschaft.

Die Kontraktionen betreffen als „Training für die Geburt“ den ganzen Uterus. Wenig schmerzhaft, sind die Übungswehen eine gute Vorbereitung auf die Geburt. Gegen die Bauchschmerzen helfen:

übrigens:

Vorwehen sollten zwischen der 35. und der 37. Schwangerschaftswoche beginnen. Sie können einige Tage bis Wochen dauern und dienen als Vorbereitung für die Geburt. Kurz vor der Geburt flachen sie wieder ab.

Die echten Wehen treten ab der 36. Schwangerschaftswoche auf und bedürfen einer raschen medizinischen Unterstützung.

Sollte den Bauchschmerzen eine Fehlgeburt zugrunde liegen, treten aber meist noch weitere Symptome auf, wie zum Beispiel Blutungen oder Krämpfe im Unterleib. Betroffen ist allerdings nur eine von hundert Schwangerschaften. Bauchschmerzen mit Blutungen sind ein medizinischer Notfall, der ärztlich abgeklärt werden muss.

Insofern die Fruchtblase noch intakt ist, kann der Geburtsbeginn hinausgezögert werden. Gegen die Bauchschmerzen helfen natürliche Schmerzmittel oder Atemübungen, die zur Entspannung vor der Geburt beitragen.