Schnelle Hilfe bei Juckreiz in der Schwangerschaft

Die Schwangerschaft ist eine Zeit der körperlichen Veränderungen. Viele Frauen schauen begeistert zu, wie der Bauch wächst und das neue Leben mit sanften Tritten auf sich aufmerksam macht. Doch in den 9 Monaten, in denen das Baby im Bauch wächst, kann es auch zu unangenehmen Veränderungen des Körpers kommen. Juckreiz in der Schwangerschaft, vor allem an Bauch und Scheide, kann eine solche Veränderung sein. 

Juckreiz in der Schwangerschaft kann quälend sein. Viele Betroffene ängstigen sich und fragen sich, ob das Baby davon Schaden nehmen kann und was sie tun können. Gut zu wissen: Der Juckreiz muss nicht klaglos ertragen werden. Schwangere können viel dafür tun, damit sich die Beschwerden rasch bessern! 

Welche Symptome treten bei Juckreiz in der Schwangerschaft auf? 

Der Juckreiz kann am ganzen Körper auftreten. Betroffene berichten vor allem, dass es an Bauch und Scheide juckt. Der Juckreiz kann dabei von unterschiedlicher Intensität sein. Leichter Juckreiz, der gut auszuhalten ist, ist dabei ebenso wie derart starker Juckreiz, dass betroffene Frauen sich permanent kratzen oder den Alltag nicht mehr bewältigen können. Das Jucken kann auch zu unterschiedlichen Zeitpunkten in der Schwangerschaft auftreten. Manche werdenden Mütter verspüren den Juckreiz besonders zu Beginn der Schwangerschaft, für andere ist es eher am Ende der 9 Monate besonders quälend. 

Der Juckreiz kann überall am Körper auftreten, die Symptome sind aber meist am Bauchbereich oder Scheide besonders stark. Gerade an der Scheide kann das Jucken auch mit starkem Brennen und Schmerzen im Unterleib verbunden sein. Lokalisiert sich das Jucken eher im Bereich des Bauchraumes, kann die Haut gerötet sein oder besonders trocken erscheinen. 

Warum juckt es in der Schwangerschaft? 

Die Gründe von Juckreiz in der Schwangerschaft sind unterschiedlich. Manche sind harmloser Natur, andere Möglichkeiten müssen gegebenenfalls vom Arzt zeitnah abgeklärt werden. Gerade, wenn es im Bereich der Bauchgegend juckt, ist der Grund meistens die Dehnung durch das Wachstum des Babys. Gerade in Wachstumsschüben kommt die Hautdehnung so schnell nicht hinterher. Die typischen Schwangerschaftsrisse können die Folge sein und auch Auswirkungen auf die übrige Haut haben. Die Haut ist im Bauchbereich dann sehr gespannt, kann sich trocken und schuppig anfühlen. 

Wenn es im Genitalbereich juckt, sollte grundsätzlich ein Arzt den Juckreiz abklären. Das Jucken im Scheibenbereich kann auch viele Ursachen haben, die nicht zwangsläufig einer gesonderten Behandlung bedürfen. Es ist aber für die Schwangere nicht möglich, die Ursachen alleine sicher abzuklären. Deswegen: Wenn es im Scheibenbereich juckt, ab zum Gynäkologen, damit schnell Klarheit herrscht. 

Grund für Juckreiz im Scheidenbereich kann zum einen einfach die hormonelle Umstellung sein. Dies ist nicht per se krankhaft und hier kann man, wenn andere Gründe sicher ausgeschlossen sind, auch erst einmal abwarten. Anhaltendes Jucken sollte aber nach einer Weile dem Arzt nochmals vorgestellt werden. Der Juckreiz kann aber auch zusammenhängen mit einer Pilzinfektion. Diese kommen in der Schwangerschaft durchaus häufig vor. Damit diese oder auch jede andere Art von Infektion nicht aufsteigt und sich ausbreitet, kann der Arzt entsprechende Medikamente verordnen, um den Juckreiz in der Schwangerschaft zu lindern. 

Tipps: Was kann man tun, um die Beschwerden zu lindern? 

Oft sind es schon leichte Hausmittel, die das Jucken deutlich verbessern können. 

  • viel cremen: Es juckt weniger am Bauchbereich, wenn die Haut nicht zu trocken ist. Eine gute Creme, die die Haut mit Feuchtigkeit versorgt, verbessert deren Spannkraft. Dann juckt es gleich weniger. Achtung: Oftmals ist die Haut in der Schwangerschaft sehr empfindlich und wählerischer als sonst. Welche Creme gut vertragen wird, muss man dann einfach ausprobieren. Vielleicht ist es eine teure von der Kosmetikerin, vielleicht aber auch eine günstige Lotion aus der Drogerie.
  • ausreichend trinken: Wer genug trinkt, verbessert ebenfalls Spannkraft und Elastizität der Haut. Auch viel Feuchtigkeit durch Trinken, am besten Wasser oder Tee, kann helfen, Juckreiz in der Schwangerschaft zu reduzieren.
  • Zupfmassagen: Wer den Bauchbereich regelmäßig massiert durch beispielsweise sanftes Zupfen, verbessert die Durchblutung. Manchen Frauen haben solche Zupfmassagen geholfen, dass Schwangerschaftsstreifen gar nicht erst entstanden sind, wenngleich dies keine Garantie dafür ist.
  • Milchsäurebakterien für den Scheidenbereich: Wenn es juckt, weil durch die hormonelle Umstellung in der Schwangerschaft alles aus dem Gleichgewicht gekommen ist, helfen oftmals Zäpfchen mit Milchsäurebakterien. Diese kann man rezeptfrei in jeder Apotheke erwerben. Die Zäpfchen werden einfach eingeführt und können helfen, das Jucken im Genitalbereich zu reduzieren. Auch Tampons mit Naturjoghurt können diese Wirkung haben. Ein Facharzt sollte aber vorher abgeklärt haben, dass es nicht wegen einer Pilzinfektion juckt.
  • übertriebene Hygiene vermeiden: Natürlich ist Hygiene wichtig – sie wird aber gerade im Intimbereich häufig übertrieben. Aus Angst, eventuell schlecht zu riechen, greifen viele Frauen auch in der Schwangerschaft zu Intimwaschlotionen, deren Inhaltsstoffe das Scheibenmilieu durcheinanderbringen und die empfindliche Haut im Genitalbereich reizen. Auch dies kann zu Jucken und Kratzen führen. Klares Wasser reinigt völlig ausreichend, gerade bei empfindlicher Haut ist ein Zuviel an Seifen zu vermeiden!

Zusammengefasst:

Juckreiz in der Schwangerschaft tritt bei vielen Frauen auf. Die Ursachen können sowohl die Dehnung der Haut als auch Infektionen im Genitalbereich sein. Wenn es im Scheidebereich juckt, ist unbedingt ein Arzt zu konsultieren. Wenn keine behandlungsbedürftige Ursache findet, kann man es mit einfachen Hausmitteln versuchen. Zäpfchen mit Milchsäure oder Tampons mit Joghurt helfen vielen Betroffenen. Gute Cremes versorgen die Haut mit viel Feuchtigkeit und tragen dazu bei, das Jucken am Bauchbereich zu reduzieren.