Was ist die Lutealphase? 

Bei der Lutealphase handelt es sich um den Zeitraum nach erfolgen des Eisprungs, innerhalb des weiblichen Zyklus. Innerhalb diesem, auch als zweite Zyklushälfte bezeichnetem Zeitraum, baut sich innerhalb der Gebärmutter die Schleimhaut verstärkt auf. Dies dient der Vorbereitung auf eine eventuelle Befruchtung und Einnistung der Eizelle. Verantwortlich für diesen Vorgang ist u.a. das Hormon Progesteron.

Die Lutealphase dauert je nach individueller Zykluslänge ca 12 bis 16 Tage, und jede Frau kann sie selbst berechnen. Das Hormon Progesteron hat in dieser Zeit nicht nur Auswirkung auf die Gebärmutterschleimhaut, sondern auch auf andere körperliche Funktionen. Daher ist ein ausgeglichener Progesteron Haushalt sehr wichtig für die allgemeine Gesundheit. 
Im Falle einer Schwangerschaft wird die Dauer der Lutealphase für die Berechnung des Geburtstermins benötigt.

Wie kann man die Dauer der Lutealphase berechnen? 

Die Dauer zu berechnen ist relativ einfach. Sie wird grundsätzlich nach der Länge des individuellen Zyklus berechnet, und sie beginnt nach dem Eisprung. Daher ist es wichtig, den Zeitpunkt des Eisprungs zu erkennen. Zur Berechnung des Eisprungs berechnet man die Hälfte der Zykluslänge, und gibt dann jeweils ca. 3 Tage vorher und nachher dazu. Um den genauen Zeitpunkt des Eisprungs zu erkennen, können spezielle körperliche Veränderungen als Symptome genutzt werden.

Der Eisprung macht sich manchmal durch den Mittelschmerz bemerkbar, und kann sogar von einer ganz leichten Blutung begleitet sein, was aber eher selten ist. Viele Frauen spüren das Einsetzen des Eisprungs und somit den Beginn der Lutealphase auch an ihrer Stimmung und ihrem körperlichen Befinden, die sich dann verändern. Die Lutealphase endet immer mit der einsetzenden Monatsblutung. 

Wann ist der Eisprung ? 

Der Eisprung findet in der Mitte des Zyklus statt. In der Zeit vorher, der ersten Zyklushälfte, reift das Ei im Eileiter heran. Der Körper produziert in dieser Zeit Östrogen, ein Sexualhormon, das den Körper an die Zyklusphase anpasst. Östrogen beeinflusst u.a. Stimmung, Aussehen und körperliche Kondition. Sobald das Ei reif ist, findet der Eisprung statt, der sich durch einen leichten Schmerz, den sogenannten Mittelschmerz bemerkbar machen kann.

Der Zeitpunkt des Eisprungs kann durch die individuelle Zykluslänge berechnet werden, er liegt normalerweise zwischen dem 12. und 16 Tag des Zyklus. Außerdem weisen bestimmte körperliche Veränderungen auf das Herannahen des Eisprungs hin. Bei sensiblem Hinspüren können diese Anzeichen auch von jeder Frau selbst wahrgenommen werden. 

In der Praxis – Rechenbeispiel Lutealphase berechnen 

Die Lutealphase hängt von der Dauer des Zyklus ab und sie beginnt mit dem Eisprung. Wer die Lutealphase berechnen möchte, sollte möglichst den genauen Zeitpunkt des Eisprungs kennen.

Ein Rechenbeispiel veranschaulicht das Vorgehen:

Rechenbeispiel

Wenn der Zyklus beispielsweise durchschnittlich 30 Tage dauert, dann läge der Mittelpunkt, und somit der Eisprung um den 15. Tag herum.

Mit einer eingerechneten Toleranz von ca. 3 Tagen würde die Lutealphase dann zwischen dem 12. und 18. Tag beginnen. 

Sie endet mit der Blutung am 30. Tag. Die gesamte Dauer der Lutealphase wäre dann zwischen dem 12.-18. und 30. Tag. 

Was passiert innerhalb der Lutealphase ? 

Mit dem erfolgen des Eisprungs beginnt die Lutealphase. Aus dem Follikel, aus dem sich das Ei gelöst hat, bildet sich dann der sogenannte Gelbkörper. Er produziert Östrogen und Progesteron. Beide Hormone haben wichtige Funktionen für den Verlauf einer Schwangerschaft.

Um den Körper auf die Einnistung eines befruchteten Eis vorzubereiten, wird durch die Einwirkung von Progesteron eine starke, gut durchblutete Schleimhautschicht aufgebaut, die quasi als Nest für das Ei dient. Dann geht es innerhalb der Lutealphase in die Sekretionsphase. In dieser Zeit wird die Schleimhaut nochmals aufgelockert und gleichzeitig auch mit wichtigen Nährstoffen versorgt. Der Körper ist nun in Warteposition für eine Schwangerschaft, die dann zustande kommen kann, wenn ein Ei innerhalb des Zeitraumes von ca. 1-5 Tagen vor und nach dem Eisprung befruchtet wurde.

Sollte es zu keiner Befruchtung gekommen sein, werden sowohl das Ei als auch der Gelbkörper zurückgebildet. Zum Ende des Zyklus hin wird dann die vorher aufgebaute Gebärmutterschleimhaut durch die monatliche Blutung ausgestoßen.