Sodbrennen in der Schwangerschaft ist ein recht häufiges Symptom, mit denen die meisten Frauen erst im letzten Drittel ihrer Schwangerschaft zu kämpfen haben. In einigen Fällen können Sodbrennen und häufiges Aufstoßen jedoch auch als frühes erstes Anzeichen auf eine Schwangerschaft hindeuten.

Insgesamt ist Sodbrennen an drei prägnanten Symptomen zu erkennen: 

  • Häufiges, saures oder auch bitter schmeckendes Aufstoßen 
  • Auftreten eines unangenehmen Geschmacks im Mund 
  • Brennende Schmerzen im Bereich des hinteren Brustbeins 

Ursachen für Sodbrennen in der Schwangerschaft

Im Regelfall tritt Sodbrennen recht plötzlich und ohne Vorankündigung auf. Die Ursache für derartige Beschwerden ist auf die Magensäure zurückzuführen. Beim Sodbrennen gelangt genau diese in die Speiseröhre. Hieraus entsteht dann der unangenehm, brennende Schmerz.

Da der Körper täglich eine Menge Magensaft samt Säure produziert, der für die Verdauung von enormer Bedeutung ist, kann ein Eindringen der Säure in andere Bereiche des Körpers die vorgenannten Symptome hervorrufen. Dies liegt insbesondere daran, dass Magensäure recht aggressiv auf diejenigen Körperbereiche reagiert, die nicht wie der Magen mit einer Schutzschicht versehen sind. 

Die Entstehung von Sodbrennen ist immer dieselbe, egal ob während einer Schwangerschaft oder im Normalzustand.

Frauen sind im Durschnitt jedoch häufiger betroffen als Männer. Es gibt einige Faktoren, die die Entstehung von Sodbrennen grundsätzlich fördern. Z.B.:

  • starkes Übergewicht
  • ein hektisches und schlingendes Essverhalten
  • die allgemeinen Essgewohnheiten (vor allem wenn diese fettreich und zuckerhaltig ist)
  • hohe Stressbelastung
  • auch etwaige Genussmittel wie Zigaretten oder Alkohol fördern die Entstehung von Sodbrennen enorm. Letzteres sollte für schwangere Damen jedoch ohnehin kein Thema sein.

Zu den bereits benannten Ursachen kommen zwei wesentliche Faktoren hinzu, die das Sodbrennen in der Schwangerschaft besonders begünstigen können:

  • Zum einen kann das heranwachsende Baby dem Magen seinen gewöhnlichen Platz rauben. Da es zunehmend enger im Bauch der Schwangeren wird, kann es dazu kommen, dass die im Magenbereich vorhandene Magensäure auf diese Wiese heraufgeschoben wird. Dies ist ein besonders häufiger Grund für Sodbrennen in der Schwangerschaft, meist im dritten Trimester. 
  • Eine weitere Ursache könnte in den Schwangerschaftshormonen liegen. Diese sorgen dafür, dass der Körper sich langsam auf die Geburt eines Kinder vorbereitet. Dies hat zur Folge, dass sich die Muskulatur des Organismus langsam lockert. Hierbei können gut und gern auch Muskeln betroffen sein, dessen Lockerung für die Geburt jedoch nicht notwendig sind. So verhält es sich auch mit dem Schließmuskel zwischen Magen und Speiseröhre. Dieser würde im Regelfall ein herauffließen der Säure verhindern. Erschlafft der Muskel jedoch, kommt es häufig zu aufsteigender Magensäure. Dies ist ebenfalls ein weit verbreiteter Auslöser für Sodbrennen in der Schwangerschaft. 

So schnell wie diese lästige Beschwerde auftreten mag, verschwindet sie meist auch wieder. Kommt es jedoch vor, dass das Sodbrennen von längerer Dauer ist, kann dies unangenehme Folgen für die Speiseröhre mit sich bringen. In einem solchen Fall spricht man von einer Refluxerkrankung. Es ist ratsam, bei andauerndem Sodbrennen oder Begleiterscheinungen wie Magenschmerzen und häufiges Husten oder Räuspern einen Arzt aufzusuchen. 

Hausmittel & Tipps gegen Sodbrennen in der Schwangerschaft

Um Sodbrennen in der Schwangerschaft zu bekämpfen, sollte zuerst auf herkömmliche Hausmittel zurückgegriffen werden.

Empfehlenswert ist es, Milchprodukte und eiweißhaltige Speisen zu sich zu nehmen.

Auch andere Lebensmittel wie beispielsweise

  • Weißbrot
  • Ananas
  • Bananen
  • oder Haferflocken

…binden die Magensäure und können damit helfen, die Beschwerden zu lindern. Verspürt man trotz Anwendung dieser Hausmittel keine Besserung, so können in der Apotheke Medikamente erworben werden, die das Sodbrennen beenden sollen. Diese sind meist rezeptfrei erhältlich und im Regelfall für das ungeborene Kind völlig unschädlich. 

Es gibt einige hilfreiche und wertvolle Tipps, die die Entstehung von Sodbrennen effektiv verhindern können oder bei bereits vorhandenen Symptomen schnelle Abhilfe schaffen können. Hier stehen besonders die Ernährung und eine ausreichende tägliche Bewegung im Vordergrund: 

Mahlzeiten einteilen

Versuchen Sie Ihre täglichen Mahlzeiten in mehreren kleinen Portionen zu sich zu nehmen. Auf diese Weise wird der Magen gar nicht erst angeregt, Unmengen an Magensäure zu produzieren. Zudem entsteht kein Völlegefühl. 

Verzicht am Abend

Bemühen Sie sich am Abend nur noch schonende Nahrungsmittel zu sich zu nehmen. Besonders fettige, sauer oder sehr zuckerhaltige Speisen und Getränke strapazieren den Magen zusätzlich. Generell ist es zu empfehlen, in den letzten Stunden vor dem zu Bett gehen gar nichts mehr zu essen. 

Schlafposition

Auch die Position während des Schlafens kann einen Teil zur Eindämmung und Minderung von Sodbrennen in der Schwangerschaft beitragen. So ist eine erhöht Schlafposition des Oberkörpers hilfreich bei der Bekämpfung dieser Beschwerden. 

Bewegung

Nach dem Essen sollten Sie sich nicht hinlegen. Unternehmen Sie stattdessen einen kleinen Verdauungsspaziergang und bleiben Sie in Bewegung. Dies regt die Verdauung an 

Wahl der Nahrungsmittel

Wenn Sie ohnehin zu Sodbrennen neigen, dann sollten Sie Ihre Lebensmittel mit Bedacht wählen. Reduzieren sie den Verzehr von Speisen, die die Entstehung von Sodbrennen fördern und greifen Sie stattdessen öfter mal zu einem

  • Glas Milch
  • einem Quark
  • oder Joghurt.

Diese neutralisieren die Magensäure. 

Was sie nicht nehmen sollten

Natron

Natron gilt als ein bewährtes Hausmittel zur Bekämpfung von Sodbrennen und sollte in der Schwangerschaft nicht verwendet werden, da ein übermäßiger Natron Konsum Ihrem Kind schaden kann.

Besprechen Sie im Zweifel die Einnahme von Hausmitteln mit Ihrem Arzt.

Fazit

Grundsätzlich handelt es sich bei Sodbrennen in der Schwangerschaft um eine zwar äußerst unangenehme, jedoch keinesfalls gefährliche Erkrankungen für Sie und Ihr Baby. Es kann somit Entwarnung gegeben werden. Im Normalfall tritt diese Beschwerde lediglich phasenweise auf und verschwindet wieder. Beeinträchtigungen oder Auswirkungen auf das Baby sind nicht zu befürchten. Auch ist eine Behandlung nicht notwendig.